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Prof. Dr. Ute Kahle auf dem XXII. Heidelberger Symposium zur interdisziplinären Arbeit in der Sozialpsychiatrie

Prof. Dr. Ute Kahle auf dem XXII. Heidelberger Symposium zur interdisziplinären Arbeit in der Sozialpsychiatrie Anfang Dezember am Campus der SRH Heidelberg vertreten

Menschen mit Behinderung und Beeinträchtigungen benötigen in unterschiedlichen Lebenssituationen Unterstützung. Die Unterstützung erfolgt zum Teil durch die Leistungen zur Teilhabe aus der sog. Eingliederungshilfe. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG), dessen dritte Stufe in Kraft getreten ist, bietet Chancen und Herausforderungen für die Praxis, diese neuen Teilhabemöglichkeiten und Instrumente umzusetzen. Auf dem XXII. Heidelberger Symposium zur interdisziplinären Arbeit in der Sozialpsychiatrie wurden Neuerungen und Potentiale für die Implementation und Weiterentwicklung des BTHG diskutiert.

Mit ihrem Beitrag "Sozialräumliche Praxis und Personenzentrierung: Zur Legitimierung und aktuellen Rekonstruktion des Fachkonzepts für Inklusion" folgte Prof. Dr. Ute Kahle gerne der Einladung der Heidelberger Kollegen Prof. Dr. Carolin Sutter, Dekanin der Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften SRH Hochschule Heidelberg und Prof. Tobias Knoll, Professor für Recht in der Sozialen Arbeit / Sozialrecht. In ihrem Vortrag skizzierte sie den Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe anhand der Konzeptionen für Soziale Räume und Sozialraumorientierung. Darüber hinaus wurde von Prof. Kahle mit Hilfe von Beispielen zur Bedarfsermittlung, der Auflösung von ambulanten und stationären Wohnformen, den Leistungen zur sozialen Teilhabe und dem Wunsch- und Wahlrecht aufgezeigt, welchen aktuellen Stand die Personenzentrierung, die als Kern der Sozialrechtsreform gilt, im Prozess der Umsetzung des Bundesteilhaberechts einnimmt. Des Weiteren fokussierte sie auf die Landesrahmenverträge nach § 131 SGB IX, bei deren Vergleich sich herausstellt, dass sie derzeit kaum zur Weiterentwicklung der Teilhabeleistungen geeignet sind. Mit einer sozialarbeitswissenschaftlichen Perspektive und einigen Entwicklungslinien wie dem Digital Devide, der Diversität und dem Fachkräftemangel als Ausblick, schloss sie ihren Vortrag ab. 

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Dein Ansprechpartner
Prof. Dr. Ute Kahle

Professorin für Soziale Arbeit | Studiengangsleiterin Soziale Arbeit

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